Sonntag, 20. April 2014

Cheatdays - meine Meinung dazu und wie ich sie handhabe

Es ist Ostern. Viel leckeres Essen und massig Süßigkeiten warten auf uns. Speziell für Menschen, die trainieren und im Moment an ihrer Fettreduzierung arbeiten, können diese Tage eine Qual sein. Sollte man auch an Feiertagen auf das leckere, aber für die Diät unpassende Essen verzichten? Kann man nicht mal kurz die Diät "pausieren" und am nächsten Tag einfach wieder weitermachen?
Doch, man kann! Sowas nennt man einen Cheatday.

Wie sinnvoll ist es jedoch einen solchen Cheatday zu machen? Versetzt uns so etwas in unserer Diät nicht wieder einen Schritt zurück, Stichwort Jojo-Effekt?

Nein, durch einen Cheatday kommt es zu keinem Jojo-Effekt und man setzt auch kein Fett an, solange man im Rahmen isst. Rein rechnerisch müsste man 9000 Kcal im Überschuss zu sich nehmen, um ein Kilo an Körperfett zuzunehmen (das ist nur ein theoretischer Wert!).
Ein Cheatday kann sogar, je nach Diätform, sinnvoll sein! Entweder um den Körper mit Kohlenhydraten aufzuladen (damit sind die Glykogenspeicher der Leber und Muskulatur gemeint) oder auch um den Stoffwechsel anzuregen, damit er nicht einschläft.
Außerdem kann man mit diesem Cheatday seinen Gelüsten nachgeben und endlich wieder essen, auf was man die ganze Zeit verzichtet hat.

Ihr seht - manchmal gar nicht so schlecht, ganz im Gegenteil!

Wie oft sollte man so einen Cheatday machen?
Das ist wieder bei jeder Diätform anders zu handhaben. In den meisten Fällen spricht man von einem Cheatday einmal die Woche.

Darf man dann am Cheatday essen was man will?
Jein. Cheatdays sind Definitionssache. Es gibt "saubere Cheatdays", auch Ladetag genannt, oder "dreckige Cheatdays".
Bei Ladetagen kann man entweder die Kohlenhydrate hochschrauben, um, wie oben schon geschrieben, die Glykogenspeicher wieder aufzufüllen, und gleichzeitig den Fettkonsum minimieren. So kann man sicherstellen, dass die Kohlenhydrate auf direktem Wege zu den Glykogenspeichern finden. Man sollte hier jedoch drauf achten, überkalorisch zu essen, damit man auch gleichzeitig den Stoffwechsel wieder anregt. Die Proteinzufuhr bleibt an Ladetagen gleich bzw. kann ebenfalls erhöht werden.
An richtigen, 'dreckigen' Cheatdays kann man seinen Gelüsten nachgeben und essen, was man möchte.
Dwayne "The Rock" Johnson bei seinem "dreckigen Cheatday"

Was halte ich nun jedoch von Cheatdays, speziell von den "dreckigen Cheatdays":
Ich bin gegen einen Cheatday.
Bevor nun alle vom Stuhl kippen, möchte ich euch aber auch erklären warum und nochmals darauf hinweisen, dass das allein meine Meinung ist:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für den Körper gesund sein kann, sechs Tage die Woche gesund und sauber ernährt zu werden, um dann an einem Tag jeglichen "Dreck" verwerten zu müssen. Ich vergleiche das gerne mit einem Sportfahrzeug, mit dem man an sechs Tagen der Woche anständig fährt, nur um am letzten Tag der Woche wie ein Irrer den Motor bis an seine Grenzen zu bringen. Die ersten Wochen/Monaten kann so etwas gut gehen, aber irgendwann kann es mal dazu kommen, dass der Motor seinen Geist aufgibt.
Meine Mutter, von Beruf Arzthelferin, hat mir auch erklärt, dass die Insulinausschüttung an solchen Tagen enorm hoch ist und es bei Extremfällen bis zu Diabetes kommen kann.
Das ist aber, wie gesagt, meine Meinung und diese kann sich gerne von anderen Meinungen unterscheiden.

Wer sich meinen Ernährungsplan angeschaut hat, dem sollte aufgefallen sein, dass ich trotz Diät relativ viel an Kohlenhydraten zu mir nehme. Außerdem sollte aufgefallen sein, dass ich meine Kohlenhydrataufnahme variiere. An Trainingstagen nehme ich mehr zu mir als an Nicht-Trainingstagen. Das hat natürlich auch mein Training zum Grund, außerdem soll so auch der Stoffwechsel in Fahrt gehalten werden.
Also brauche ich dafür schonmal keinen Cheatday, da mein Stoffwechsel auch mit cleaner Ernährung nicht einschläft.
Ich habe jedoch, genau wie alle anderen, auch Gelüste. Zur Osterzeit sind es besonders die Schokohasen aus weißer Schokolade! Ich könnte mich reinlegen!

Wie handhabe ich nun meine Cheatdays?
Ich cheate nicht einen kompletten Tag lang, sondern ich cheate nur bei einer Mahlzeit! Das wird dann ein Cheatmeal genannt.
Das mache ich dann aber nicht nur einmal die Woche. Ich habe mir dafür ein besonderes System überlegt, dass ich euch jetzt gerne vorstellen und empfehlen möchte.
Ich cheate nach dem 10+1 Prinzip. Ich esse zehn Mahlzeiten clean und sauber und darf dann, falls ich die Gelüste habe, bei der elften Mahlzeit cheaten. Falls ich bei Mahlzeit Nummer 11 keine Gelüste habe, fällt dieses Cheatmeal einfach ins Wasser und ich ernähre mich wieder zehn mal sauber.
Bevor manche jetzt aufschrecken und zehn Mahlzeiten für viel empfinden - zählt mal nach - man darf an jedem dritten bzw. vierten Tag eine beliebige Mahlzeit (ein weißer Schokohase zählt hier auch als Mahlzeit) essen.
Natürlich sollte ein Cheatmeal nicht aus einer Partypizza bestehen, sondern eine normale Menge sein.

Mittlerweile zähle ich die Mahlzeiten nicht mehr, da ich ein Gefühl dafür entwickelt habe. Das würde ich euch auch empfehlen.

Wie gesagt, das sind meine ganz persönliche Meinung und Ansichten zu Cheatdays bzw. Cheatmeals.
Damit will ich euch einfach zeigen, dass jeder mal zugreifen darf und auch sollte.
Ich wünsche euch allen noch frohe Ostern und möchte mich nochmals für euer Interesse bedanken!
Die nächsten Tage werde ich einen Trainingsplan für Frauen, im Fitnessstudio, aber auch für zu Hause, vorstellen und bald auch meinen Trainingsplan in der Diät.

Habt einen schönen Abend!
euer Alex
@alexkitsukis im Instagram
mailto: alexkitsukis@gmail.com


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